Learning Outcomes
Studierende können interaktive, multimedia-basierte, digitale Produkte hinsichtlicher verschiedener Dimensionen und Kontexte konzipieren, umsetzen und reflektieren, indem sie
- die vielschichtigen Materialen interaktiver Medien durchdringen und zielgerichtet einsetzen (insb. Interaktionstechnologien),
- die wirtschaftlichen Zusammenhänge von Medienprodukten analysieren, aufzeigen, steuern und herstellen,
- ihre Designprozesse nutzungszentriert, nachhaltig und inklusiv gestalten und durchführen,
um digitale Produkte zum positiven Nutzen ihrer direkten Anwender*innen sowie der umgebenen sozio-technischen Kontexte zu gestalten.
Inhalt
Zu den grundlegenden Inhalten des Moduls gehören theoretische Ansätze zur Gestaltung von Interactive Media Products sowie deren praktische Anwendung und kritische Reflexion im Rahmen eines iterativen Designprozesses. Dabei werden zentrale Konzepte aus Interaction Design, Human-Computer Interaction und Mediengestaltung behandelt und auf die Entwicklung interaktiver, digitaler Produkte übertragen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse und Gestaltung von Designprozessen: Studierende lernen, wie interaktive Medienprodukte konzipiert, prototypisch umgesetzt und im Hinblick auf ihre Nutzung, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen sowie ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reflektiert werden können. Der Gestaltungsprozess wird dabei um wirtschaftliche Fragestellungen ergänzt, insbesondere mit Blick auf nachhaltige Produktentwicklung, verantwortungsvolle Innovationsprozesse und langfristige Wertschöpfung.
Im seminaristischen Teil des Moduls erarbeiten die Studierenden eigenständig Themen aus dem Bereich Interactive Media Products, bereiten diese wissenschaftlich auf und präsentieren sie im Seminar. Mögliche Themenfelder sind beispielsweise: Multimodale Interaktion (z. B. Touch, Voice, Vision, Haptik, XR), Algorithmische Systeme und KI als Co-Akteure im Designprozess, Sentient Design, Plattformökonomie, Dark Patterns vs. Responsible Design, Attention Economie, Nachhaltigkeit und digitale Souveränität.
Aufbauend auf diesen theoretischen und analytischen Grundlagen entwickeln die Studierenden im Projektteil eigenständig ein Interactive Media Product. In Teams durchlaufen sie dabei verschiedene Projektphasen – von der Problemdefinition und Konzeptentwicklung über Prototyping und Evaluation bis hin zur Präsentation der Ergebnisse.
In diesem Prozess wenden sie die im Modul behandelten Methoden und Theorien an und reflektieren zugleich die sozialen, ethischen und ökologischen Implikationen ihrer Entwürfe. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, wie interaktive Medienprodukte nicht nur technisch funktionieren, sondern auch gesellschaftliche Praktiken prägen, Werte transportieren und Verantwortung im digitalen Raum mitgestalten.
Methoden
- Thematischen Einführung in das Thema in Vortragsform mit aktiven Phasen
- Seminaristische Präsentationen
- Projektarbeit
- Feedback Sessions und Peer-Feedback