Learning Outcomes
Nach erfolgreicher Teilnahme am Seminar sind die Studierenden in der Lage:
- Eigene Ziele, Werte und Prioritäten zu identifizieren und abzugleichen, indem sie Reflexionstechniken und Selbstanalysetools anwenden, um später eine bewusstere Lebens- und Karriereplanung zu gestalten.
- Effektive Selbst- und Zeitmanagement-Methoden auszuwählen und anzuwenden, indem sie flexible Planungs- und Priorisierungswerkzeuge auf konkrete Aufgaben übertragen und deren Wirksamkeit evaluieren, um später ihre Arbeitsabläufe eigenverantwortlich zu optimieren und persönliche Ziele effizienter zu erreichen.
- Persönliche Ressourcen wie Motivation, Konzentration und Volition systematisch zu analysieren und gezielt zu stärken, indem sie spezifische Übungen und Techniken zur Selbstregulation und Leistungssteigerung einsetzen, um ihre mentale Leistungsfähigkeit in anspruchsvollen Situationen zu optimieren.
- Geeignete Lernstrategien zu erläutern und individuelle Lernhindernisse zu identifizieren, indem sie verschiedene Modelle des Lernens und der Problemlösung diskutieren und auf eigene Lernerfahrungen übertragen, um ihre Lernprozesse eigenständig zu verbessern.
- Geeignete Strategien zur Stressbewältigung auszuwählen und an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen, indem sie verschiedene Ansätze aktiv erproben und deren Wirkung auf ihr Stressniveau reflektieren, um später Belastungssituationen proaktiv zu begegnen.
- Aspekte der sozialen Kommunikation und Selbstkommunikation kritisch zu reflektieren und konstruktiv zu steuern, indem sie theoretische Grundlagen des Kommunikationsprozesses in Anwendungsszenarien erproben, um später zielführend mit anderen zu interagieren und innere Dialoge konstruktiv zu gestalten.
- Eine ausgeprägte Reflexionskompetenz zu entwickeln, indem sie ihre Lern- und Arbeitsprozesse systematisch analysieren und bewerten, um später eigenständig Optimierungspotenziale zu erkennen und ihre Arbeits- und Lernstrategien kontinuierlich anzupassen.
Inhalt
In einer zunehmend komplexen und dynamischen Studien- und Arbeitswelt ist die Fähigkeit, sich selbst effektiv zu organisieren und zu steuern, eine Schlüsselkompetenz. Das Seminar richtet sich an Studierende, die ihre persönlichen und beruflichen Ziele erfolgreicher verfolgen, ihre Zeit sinnvoll nutzen und mit Stress, Ablenkung und Leistungsdruck besser umgehen möchten. Es vermittelt nicht nur fundierte theoretische Grundlagen des Selbstmanagements, sondern legt einen besonderen Fokus auf die praktische Anwendung und die Entwicklung individueller Strategien. Die Teilnehmenden werden dazu befähigt, ihre eigenen Stärken und Schwächen im Umgang mit Herausforderungen zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungsansätze zu erarbeiten. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die verschiedenen Facetten der Selbstführung zu entwickeln, das langfristig zur Steigerung der Selbstwirksamkeit, der inneren Motivation und der allgemeinen Zufriedenheit beiträgt.
- Einführung in das Selbstmanagement
- Zielsetzung und Motivation
- Zeit- und Aufgabenmanagement
- Konzentration und Volition
- Lernstrategien und Lernhindernisse
- Stress- und Energiemanagement
- Kommunikation mit sich selbst und anderen
- Eigenes Lernportfolio
Methoden
- seminaristischer Unterricht (Input von Dozentin und Diskussion)
- Themenerarbeitung durch Referate/ Präsentation von Referaten
- Praktische Anwendung der erlernten Inhalte
- Eigenes Lernportfolio
Literatur
- Braun, Ottmar L. (Hg.) (2019): Selbstmanagement und Mentale Stärke im Arbeitsleben. Training und Evaluation. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg (SpringerLink Bücher).
- Frank, Elisabeth; Frey, Dieter (2010): Theoretische Modelle zu Kooperation, Kompetition und Verhandeln bei interpersonalen Konflikten. In: Dieter Frey und Martin Irle (Hg.): Theorien der Sozialpsychologie. Gruppen-, Interaktions- und Lerntheorien. 2. Auflage. Bern: Huber (Psychologie-Lehrtexte, 2).
- Gabriele, Oettingen; Gollwitzer, Peter M. (2015): Theorien der modernen Zielpsychologie. In: Dieter Frey und Martin Irle (Hg.): Theorien der Sozialpsychologie. Motivations-, Selbst- und Informationsverarbeitungstheorien. 2. Auflage. Bern: Huber (Psychologie-Lehrtexte, 3).
- Harari, Michael B.; Williams, Ethlyn A.; Castro, Stephanie L.; Brant, Katarina K. (2021): Self‐leadership: A meta‐analysis of over two decades of research. In: J Occupat & Organ Psyc 94 (4), S. 890–923. DOI: 10.1111/joop.12365.
- Hofmann, Eberhardt; Löhle, Monika (2016): Erfolgreich Lernen. Effiziente Lern- und Arbeitsstrategien für Schule, Studium und Beruf. 3., überarbeitete Auflage. Göttingen: Hogrefe. Kleinmann, Martin; König, Cornelius J. (2018): Selbst- und Zeitmanagement. 1. Auflage. Göttingen: Hogrefe (Praxis der Personalpsychologie, Band 38).
- Rückert, Hans-Werner (2014): Schluss mit dem ewigen Aufschieben. Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen. 8., überarbeitete Auflage. Frankfurt am Main: Campus. Schröder, Jörg-Peter (2010): Selbstmanagement. Wie persönliche Veränderungen wirklich gelingen. Offenbach: Gabal Verlag.
- Tenschert, Julia; Furtner, Marco; Peters, Mike (2024): The effects of self-leadership and mindfulness training on leadership development: a systematic review. In: Management Review Quarterly, S. 1-52.
Sonstiges
Prüfungsform: a) Mündlicher Beitrag (+ Handout) b) Lernportfolio c) Klausur Bildung der Gesamtnote: Mittelwert aus den Noten für a), b) und c). Gewichtung der Teile: Mündlicher Beitrag (+Handout) 25%, Lernportfolio 25% und Klausur 50%